Google PageSpeed: Ergebnis verbessert sich nicht

TL;DR: Google PageSpeed gibt Empfehlungen ab, wie du die Performance deiner Website verbessern kannst, aber es misst nicht die tatsächliche Geschwindigkeit (Ladezeit) deiner Website. Wenn deine Website bereits schnell lädt, kannst du die Empfehlungen von PageSpeed getrost ignorieren.

Schnelligkeit ist eine Notwendigkeit

Die Aufgabe von WP Rocket besteht darin, deine Website schneller zu machen.

Geschwindigkeit, also die Ladezeit deiner Website, ist die wichtigste Kennzahl für Nutzererfahrung und SEO gleichermaßen. Wenn der Google-Bot deine Website besucht, sieht es nicht dein PageSpeed-Ergebnis, sondern Ladezeit.

Wusstest du, dass Google PageSpeed die tatsächliche Ladezeit deiner Website überhaupt nicht misst?

Um deine Ladezeiten zu messen, nutze den Test von Pingdom-Tools:
How to Correctly Measure your Website’s Page Load Time

Einem PageSpeed-Ergebnis hinterher zu rennen, ist Zeitverschwendung

Kaum eine Website erhält ein perfektes PageSpeed-Ergebnis; tatsächlich ist der Aufwand dafür in der Regel sehr, sehr hoch. Nimm nicht alle Empfehlungen von PageSpeed für bare Münze – nicht selten sind diese  unrealistisch, oder sogar faktisch unmöglich.

Beispielsweise kann PageSpeed dir empfehlen, Expiry Headers zu einer Datei hinzuzufügen, die gar nicht auf deiner Website gehostet ist; oder es rät dir, eine solche Datei zu minifizieren. das ist schlichtweg unmöglich. Im Beispiel auf dem folgenden Bildschirmfoto könnten lediglich Facebook oder Google selbst das Browser-Caching für die bemängelten Dateien aktivieren, nicht aber die Inhaberin der Website:

Falls du ein  CDN für deine Website nutzt, wird PageSpeed dir deswegen unter Umständen ein schlechteres Ergebnis geben, obwohl ein CDN in vielen Fällen die Ladezeiten für deine internationalen Besucher_innen verbessern kann.

Oder es stuft deine Website schlechter ein, weil du durch Kompression 1kB bei einem Bild sparen könntest – 1kB ist den Aufwand einfach nicht wert!

Wofür ist PageSpeed gut?

In manchen Fällen wird PageSpeed dich auf Probleme deiner Website hinweisen, die du tatsächlich beheben kannst und solltest. Zum Beispiel wird es dich warnen, wenn deine statischen Dateien nicht mit GZIP komprimiert werden. WP Rocket fügt die optimalen GZIP-Regeln standardmäßig hinzu, das heisst: wenn PageSpeed dich hier warnt, ist GZIP auf deinem Server wahrscheinlich wirklich nicht aktiv.
(Mehr erfahren: GZIP-Kompression aktivieren)

Oder PageSpeed warnt dich vielleicht, dass du eine Menge unkomprimierter Bilder auf einer Seite lädst, und dass du diese komprimieren solltest. Das ist eine sinnvolle Empfehlung, die du umsetzen kannst und solltest.
(Mehr dazu erfährst du in unserem Blogbeitrag Image Optimization—An Easy Win for a Faster Site. Sieh dir auch unser Tool zur Bildoptimierung an: Imagify)

Hier ist ein hervorragendes Beispiel für eine Gelegenheit, wirklich etwas an den Ladezeiten zu verbessern, denn diese Seite kann mit Bildoptimierung 750kB (87%) an Volumen einsparen:

Richtlinien für die Nutzung von PageSpeed

Nutze PageSpeed als ein Werkzeug, das dir wertvolle Hinweise geben kann. Dein Ziel sollte jedoch immer sein, die tatsächliche Geschwindigkeit deiner Website zu verbessern, nicht dein Page„Speed“-Ergebnis. Beachte: PageSpeed misst die Ladezeit deiner Website überhaupt nicht, obwohl es das Wort “speed” im Namen trägt.

Lies die Empfehlungen von PageSpeed immer sorgfältig und setze diejenigen um, die umzusetzen dir möglich und deine Zeit wert sind. Wenn PageSpeed verlangt du sollest etwas Unmögliches tun (wie etwa Dateien zu minifizieren, über die du keine Kontrolle hast), ignoriere so eine Empfehlung!

Fokussiere dich immer auf Geschwindigkeit und verschwende keine Zeit damit, einem virtuellen Ergebnis hinterher zu rennen. Nutze ein Tool wie Pingdom, das reale Ladezeiten misst, um die positiven Auswirkungen der Änderungen zu bewerten, die du auf deiner Website umsetzt.

Siehe auch: PageSpeed: JavaScript- und CSS-Ressourcen, die das Rendering blockieren.